2. Sitzung des Kreistages, Stellungnahme zum TOP Ö3 Bericht der Gleichstellungs- beauftragten

Sehr geehrte Frau Dees, Sehr geehrte Frau Ditel, Sehr geehrter Herr Landrat Seefeld und Herren Kreisbeigeordnete, Sehr geehrte Kreistagsmitglieder, Sehr geehrte Herren und Damen,

wir haben den Arbeitsbericht des Frauenbüros SÜW 2016-2018 mit großem Interesse zur Kenntnis genommen. Wir halten das Thema Gleichstellung in Verbindung mit Chancengleichheit nach-wie-vor für ein sehr wichtiges Thema.

Das Frauenbüro hat eine Vielzahl von Veranstaltungen organisiert und durchgeführt und damit die Gleichberechtigung der Geschlechter im Kreis Südliche Weinstraße, in Kombination mit zentralen Themen wie z.B. Gewalt gegen Frauen aber auch Frauen-Erwerbstätigkeit und „gleiche Entlohnung für gleiche Arbeit“, immer wieder mit viel Engagement ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt. Daneben leistet das Frauenbüro sehr wichtige Beratungs- und Betreuungstätigkeiten sowie Netzwerkarbeit in verschiedenen Arbeitskreisen sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene.

Ich möchte diesen Bericht zum Anlass nehmen, Ihnen Frau Dees und Frau Ditel, im Namen der Kreistagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen für Ihre Leistungen herzlich zu danken. Wir haben erfahren, dass Sie Frau Dees sich künftig neuen spannenden Aufgaben stellen werden. Dazu wünschen wir Ihnen alles Gute und viel Erfolg!

Was wir uns vor Ihrem Weggang, vor dem Hintergrund Ihrer langjährigen Erfahrungen, von Ihnen Frau Dees noch wünschen, wäre ein Resümee Ihrer Arbeit mit Empfehlungen zur künftigen Akzentuierung der Arbeit einer/eines Gleichstellungsbeauftragen SÜW.

Unabhängig davon möchte ich an dieser Stelle kurz skizzieren, welche Erweiterungen des künftigen Aufgabenfeldes wir uns vorstellen – dies mit Wertschätzung für das bisher geleistete und mit Blick auf andere Landkreise und Kommunen:

• Die Entwicklung des „Frauenbüro SÜW“ hin zu einem „Büro für Chancengleichheit SÜW“, was neben der individuellen Chancengleichheit für Männer und Frauen auch den Auftrag hat Benachteiligungen aufgrund des Alters, der Religion, der sexuellen Orientierung oder der geschlechtlichen Identität, der kulturellen Zugehörigkeit, einer Behinderung oder der sozialen Herkunft aufzudecken und Verbesserungs- bzw. Lösungsvorschläge zu erarbeiten. (In einigen Veranstaltungen des Frauenbüros sind diese Themen ja bereits vertreten).

• Damit verbunden schlagen wir vor, die Ressourcenausstattung eines solchen Büros zu überprüfen.

• Auch liegt es uns am Herzen, neben den wichtigen Angeboten für Frauen und Mädchen die Angebote für Männer und Jungen und andere Zielgruppen zu erweitern

o z.B. Männer-, Väter- und Jungenarbeit für die Gleichstellungsziele noch stärker mit aufzunehmen; ohne Veränderungen bei den Männern wird es wohl nicht gehen (Bsp. „Me-to“-Debatte; die ganz alltägliche sexuelle Belästigung, auch am Arbeitsplatz). Potentiale scheint uns hier insbesondere die Arbeit mit Jungen und Jugendlichen zu haben.

o Männer weiterhin zu motivieren, in gleichem Maß wie Frauen Verantwortung für Kindererziehung, ggf. auch z.B. auf Kosten einer dauerhaften Vollzeiterwerbstätigkeit, zu übernehmen (z.B. indem der Vater in Elternzeit Anerkennung erfährt, statt kritisch beäugt zu werden);

o Wenn wir die Perspektive einnehmen, dass Gleichstellung nicht nur Frauen betrifft, könnten wir z.B. auch in Erwägung ziehen, die Stelle eines Beauftragten für Chancengleichheit zur Abwechslung mal mit einem Mann zu besetzen.

Dass das Gebäude, in dem die Schutzwohnung in Bad Bergzabern derzeit liegt, abgerissen werden soll, nehmen auch wir mit Bedauern zur Kenntnis. Auch wir werden selbstverständlich sehr unterstützend auf die Einrichtung einer neuen Schutzwohnung hinwirken. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

Sabine Trommershäuser-G., stellv. Fraktionsvors. Kreistagsfraktion Südliche Weinstraße Bündnis 90/Die Grünen; Ringelsbergstr. 16 76857 Albersweiler

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