Gefahr für das Grundwasser und Flächenversiegelung in Offenbach

Die Suche nach Erdöl in der Offenbacher Gemarkung auf ehemaligem Kirchengelände ist nicht nur unzeitgemäß, sie ist auch riskant für unser Grundwasser. In den letzten Jahren ist der Grundwasserspiegel immer weiter zurückgegangen (lt. Umweltministerium seit 2013 um 22%). Immer mehr Landwirte verlangen eine Bewässerung ihrer Felder, um auch in Trockenzeiten weiterhin ihre gewohnte Frucht anzubauen. Mit der steigenden Grundwasserentnahme aus Tiefbrunnen, besonders im Bereich der Verbandsgemeinden Offenbach und Bellheim wächst die Gefahr des weiteren Absinkens des Grundwasserspiegels. Diese Art der Bewässerung sei aus ökologischer Sicht auf Dauer nicht tragbar lt. Jürgen Hahn von der Uni Landau.

Nun soll auch noch das Risko der Verschmutzung durch Tiefbohrungen in Kauf genommen werden. Auch dafür wird eine Grundwasserabsenkung notwendig werden und es kann zu Schäden an Häusern führen. Bündnis90/Die Grünen begrüßen, dass nun eine breite Front gegen solche Eingriffe in die Natur ist. Wir unterstützen ausdrücklich die Bürgerinitiative „Kein Erdöl aus Offenbach e.V.“ und hoffen, dass sich viele Menschen der Initiative anschließen.

Auch im Bereich der Gemeinde Bornheim ist die Natur in Gefahr. Am Donnerstag, den 17.10. laden Bündnis90/Die Grünen und der BUND zu einer Veranstaltung gegen den Bau weiterer Hallen im Naturschutzgebiet ein. Hier plant die Firma Michelin trotz Alternativen Lagerhallen und möchte eine große Fläche Land versiegeln.

Wir müssen heute anfangen unsere Natur zu schützen, Bündnis90/Die Grünen laden daher alle Interessierte zu der Veranstaltung im Bornheimer Rathaus um 19.00 h ein.

Andrea Klein Fraktionsvorsitzende Bündnis90/Die Grünen Kreistag SÜW

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